Geschichte der Kommission und ihrer Projekte

Die Anfänge der Kommission reichen in das Jahr 1962 zurück. Im Zuge des in Frankfurt verhandelten und in der Öffentlichkeit heftig umstrittenen Auschwitz-Prozesses sah sich die Hessische Landesregierung veranlasst, die NS-Vergangenheit auch auf Landesebene aufzuarbeiten und wissenschaftlich zu dokumentieren. Am 29. Januar 1963 wurde die „Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen“ offiziell gegründet. Zum Vorsitzenden wurde der Wiesbadener Archivdirektor und Ministerialbeamte Prof. Dr. Georg Wilhelm Sante gewählt.

Das erste erhaltene Mitgliederverzeichnis von 1970 nennt 26 Mitglieder. Die nachfolgende Ära war untrennbar mit der Person des Wiesbadener Archivdirektors Dr. Wolf-Arno Kropat verbunden und bedeutete einen sichtbaren Aufschwung für die Kommission. Kropat brachte erst als Schriftführer, ab 1987 als Stellvertretender Vorsitzender bis zu seinem Tode 2004 in vielerlei Hinsicht Bewegung in die Arbeiten der Kommission auf den verschiedenen Projektfeldern.

Im Jahr 2013 beging die Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Festakt am 10. Juni auf Einladung des Hessischen Landtagspräsidenten Norbert Kartmann im Plenarsaal des Hessischen Landtags. Den Festvortrag hielt der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Prof. Dr. Salomon Korn unter dem Thema „Historische Hohlräume freilegen“. Ein wissenschaftliches Symposium am Nachmittag stand unter dem Motto „Jüdisches Erbe in der hessischen Geschichte“. Sechs lebhaft diskutierte Beiträge widmeten sich aus interner und externer Perspektive den Arbeits- und Forschungsgebieten der Kommission.

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Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Kommission 2013 –
Text- und Bildbroschüre
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Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen | Mosbacher Straße 55 | D-65187 Wiesbaden

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